Ehe und Familie im Wandel
- pastoralpsychologische Optionen für eine mitgehende
Seelsorge
von Gilbert Schmid
Ehe und Familie unterliegen denselben Wandlungsprozessen
wie die sie umgebende Gesellschaft: der Säkularisierung von Ordnungen, der
Liberalisierung von Beziehungsstrukturen, der Individualisierung vitaler
Vollzüge. Die dadurch möglich gewordenen Spiel- und Freiräume bedürfen
spiritueller Orientierung durch eine situationsadaptierte Sakramentenpastoral
in Form von familienzyklusgerechter Bildungsarbeit, erfahrungsgebundener
Beziehungsarbeit und situationsbezogener Bewältigungsarbeit.
Marriage and family are
subject to the same processes of change as the rest of the society, i. e. the
secularization of order, the liberalization of relationships, the individualization
of living. The possibilities thereby opened require a spiritual orientation
that is offered by a sacramentalpastoral care adapted to the particular
situation.
"Die Familie ‑ ein Auslaufmodell?"[1]
Fragen wie diese werden zunehmend laut[2],
bisweilen nicht ohne triumphierenden Unterton über das vermeintliche Scheitern
einer doch längst überholten Illusion religiöser Traditionalisten.[3]
In der Tat erleben zahlreiche Menschen ihre Familie gerade nicht ‑ wie
der internationale pastoraltheologische Kongreß von Rio de Janeiro 1997 ‑
so sehr als 'Geschenk', 'Verpflichtung' und 'Hoffnung für die Menschheit'[4];
sie empfinden vielmehr schon den Entschluß zur Heirat als schweren und
gründlich abzuwägenden Schritt (nach durchschnittlich 3,6 Jahren vorausgehender
Beziehung) mit langfristiger Konsequenz (prognostische Ehedauer heute: 50 und
mehr Jahre), der wegen des hohen individuellen Anspruchsniveaus an eine
Vielzahl partnerschaftlicher, ökonomischer, beruflicher und materieller
Voraussetzungen geknüpft wird.[5]
20% (Frauen) bis 25% (Männer) bleiben zeitlebens unverheiratet; ein Drittel
derjenigen, die das Wagnis Eheschließung dennoch eingehen, trennt sich
durchschnittlich nach 11,5 Jahren Ehe wieder und hinterläßt dabei jährlich
100.000 minderjährige Scheidungswaisen mit konsekutiv teils abenteuerlichen
Varianten von Stief‑, Teil‑ und Restfamilien sowie
Wohngemeinschaften.[6] Die
Entscheidung für Kinder bei Jungvermählten stellt sich schließlich als
Karriereknick bei den Müttern und gemeinsamer Einkommensabsturz von 790,‑
DM je Kind heraus.[7] Zudem
finden inhumane Wirtschafts‑ und Sozialstrukturen solch turbulenter
Zeiten wie heute in den politischen und weltanschaulichen Herrschaftssystemen
durchaus nicht immer das nötige Korrektiv, das der Familie und der ihr so oft
zuerkannten Bedeutung als Grundzelle der Gesellschaft zu Respekt verhilft; im
Gegenteil: Die Familie ist auf weite Strecken
sogar "einer Art totaler Feindseligkeit" ausgesetzt.[8]
Andererseits zeigen die empirischen Befunde der Europäischen
Wertestudie 1990, daß für die überwältigende Mehrheit der Menschen auch heute
die Familie ein erstrebenswertes Gut ist: für 86% der Befragten ist sie der
wichtigste Lebensbereich schlechthin; nur 1,1% glauben, daß man ohne Familie
glücklicher sein könne.[9]
Und die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes 1992 belegen: in immerhin
84,7% der 23.000 untersuchten deutschen Haushalte mit Kindern leben Ehepaare,
in nur 8,9% Alleinerziehende und in 6,4% nichteheliche Lebensgemeinschaften.[10]
Ehe und Familie befinden sich also in einem Klima
massiver grundsätzlicher Infragestellung von außen und durchaus veritabler
Zuversicht im Inneren. Letztere zu stützen, indem die zur ›Ko‑Evolution‹[11]
einander Angetrauten ermutigt werden, den befreienden und belebenden Lebensstil
Jesu in ihrer Partnerschaft zu riskieren[12],
ist originäre seelsorgliche Aufgabe.[13]
Für eine lebensweltadaptierte Sakramentenpastoral der Ehe
ist es also wieder einmal an der Zeit, Bestandsaufnahme zu machen und im
Diskurs mit der Intention kirchlicher Sendung kritisch zu prüfen, was not‑wendig
ist.
I. Zur Situation
von Ehe und Familie
Folgende Entwicklungstrends lassen sich in den
letzten Jahrhunderten feststellen:[14]
‑ Veränderungen
der existentiellen Rolle von Familie, ersichtlich an der generellen Tendenz
zur Reduktion gemeinsamen Familienlebens: Das Zusammenleben mit altwerdenden
Eltern ist rückläufig, da die ökonomischen Bedingungen der Vorsorge für den
Lebensabend es zunehmend ermöglichen, im Alter allein zu sein, und da der
individualisierte Lebensstil zunehmend zu eigenständigen Wohnformen der
Generationen führt. Variationen in der Eltern‑Kind‑Gruppe ergeben
sich aus fokussiertem generativen Verhalten (d. h. zunehmend systematisch
betriebener Empfängnisregelung in Verbindung mit einem Rückgang der
Kindersterblichkeit), kürzerer Verweildauer der Kinder im Elternhaus und dem
Anstieg von Einzelhaushalten.
‑ Veränderungen
der Gattenbeziehungen aufgrund folgender Faktoren: homogenere
Alterskonstellation gegenüber früheren Zeiten, geringere Ehestabilität,
selbstbestimmtere Partnerwahl, eheunabhängige Sexualität, zunehmende egalitäre
Partnerbeziehung, Arbeitsteilung, phasisches generatives Verhalten.
‑ Veränderungen
der Eltern‑Kind‑Beziehungen; sie ergeben sich aus stärkerer
Konzentration auf bloß zwei Bezugspersonen in der Kleinkindphase, "neuer
Väterlichkeit" durch Aufwertung des Vaters bei der Erziehung, Ablösung des
traditionellen Erziehungsmodells "Lernen durch Miterleben und
Mitarbeiten" infolge Trennung von Familie und Arbeitswelt und Übergang auf
bürgerliche Muster zu planmäßiger Erziehung auf bestimmte Leitbilder hin, aus
der Tendenz zur Pädagogisierung der innerfamiliären Kindererziehung durch
Einführung der allgemeinen Schulpflicht, zunehmender Autonomie des
Jugendlichen gegenüber seinen Eltern sowie weltanschaulichem Pluralismus auch
innerhalb der Familien.
‑ Veränderungen
gesellschaftlicher Rahmenbedingungen infolge der Vergesellschaftung von
Familienfunktionen wie Erziehung und Ausbildung.
‑ Veränderungen
elementarer Familienfunktionen hin zu bislang ungekannt dichter Form
solcher Leistungen, die von der Gesellschaft nicht übernommen werden können
oder wollen: materielle Existenzsicherung ihrer Mitglieder unter teils
ungünstigen Bedingungen, Sozialisation der Nachkommenschaft zwischen
"Emanzipation des Kindes" und "Rücknahme der elterlichen
Autorität", die Herstellung von Gemeinsamkeit in disparater Umwelt,
multiple Problemverarbeitung.
Diese Entwicklungstrends stehen symptomatisch für die die
gesamte Gesellschaft durchziehenden Protagonisten des Wandels:
‑ Säkularisierung
von Ordnungen. D. h.: Bei seinem Religion, Recht und Konvention
entrinnenden emanzipatorischen Selbstheilungsversuch zerbricht der Mensch mit
diesen Ligaturen[15] auch
sein orientierunggebendes Koordinatensystem. Der Gewinn an Entscheidungschancen
wird mit dem Verlust eines mental und emotional beheimatenden Sinn‑Daches
erkauft. Er bastelt sich eine ›Patchwork‑Identität‹, die eine
lebensgeschichtliche Integration als weitere Möglichkeit und Notwendigkeit
verkennt.[16]
‑ Liberalisierung
von Beziehungsstrukturen. D. h.: individuelle Grundrechte und Freiheiten
scheinen auch soziale Verbindlichkeiten in Frage stellen zu müssen. Freisetzung
aus traditionellen Formen und Rollenzuweisungen zieht allerdings ‑ wenn
es nicht zur Isolation kommen soll ‑ ein Anwachsen des Bedürfnisses nach
Innerlichkeit und Emotionalität nach sich. Lose Verbindungen in fehlenden
Rahmenbedingungen führen indes leicht zur Potenzierung von
Beziehungskonflikten, zum "Chaos der Liebe".[17]
‑ Individualisierung
vitaler Vollzüge. D. h.: Der sein Leben 'selbst' führende Einzelne strebt
bei der Suche nach Erfüllung seiner Bedürfnisse nach Gegenübern und Instanzen,
die ihm geben sollen was er braucht.[18]
Dabei stellt er fest, daß er bereits wieder abhängig ist und wird sich des
Risikos solcher Dependenzen bewußt. Vermag er dieses Risiko nicht einzuschätzen
und seine Bewältigungs‑ und Orientierungsaufgaben nicht zufriedenstellend
zu erfüllen, ist er in dieser "biographischen Unsicherheit"
empfänglich für psychospirituelle Verführungen aller Art.[19]
Diese gesamt‑gesellschaftlichen Wirkkräfte der
Säkularisierung, der Liberalisierung und der Individualisierung erweisen sich
für das Individuum als äußerst ambivalent: mit den Optionen Emanzipation,
Freizügigkeit und Selbständigkeit acquiriert es sich gleichzeitig eine
existentieller kaum erfahrbare Konfrontation mit den seit jeher schwierigsten
Fragen des Menschseins: Was ist im Leben verbindlich? Worin bin ich in Wahrheit
frei? Welcher Weg ist meiner? Es sehnt sich nach Verheißung von
Lebensorientierung, Lebenshilfe und Sinn.
Neue religiöse Kulturformen genießen denn auch Zustrom und Anhang in
Fülle.[20]
Wieweit in diesem Zusammenhang die von der Kirche vermittelten Verheißungen
des christlichen Glaubens als die wahren (Joh 14,6) begriffen werden können,
hängt von ihrer plausiblen Verkündigung, konkreten Erlebbarkeit und in der
Realität erspürten Tragfähigkeit ab. Ehe‑ und Familienpastoral steht hier
in der Tat vor der reizvollen Aufgabe, ihr frohmachendes und hilfreiches
Glaubens‑ und Lebenswissen so in den Alltag der kleinen familiären
Lebenswelten hinein zu buchstabieren, daß an anthropologischen Grunderfahrungen
elementar‑theologisch vertieft werden kann, wie die Kultur von
Beziehungen eben jenen therapeutischen Charakter anzunehmen vermag,[21]
den Menschen seit jeher als ›glücklich‹ beschreiben (Vgl. Kor 18,22).
II. Verheißungen
des Glaubens
Für die Kirche ist die Ehe ein Sakrament, ein
"Heilszeichen".[22]
Indem die Partner aus ihrem Glauben heraus "heilend einander
begegnen"[23],
verheißen sie sich die Erfüllung menschlicher Grundsehnsüchte nach Leben in
Gemeinschaft und 'Fülle', nach Sinn, nach Zukunft. Worin die heilende Kraft des
sakramentalen "Beziehungsereignisses"[24]
konkret besteht, läßt sich im zwischenmenschlichen Umgang täglich erfahren, ja
sogar psychotherapeutisch verifizieren:[25]
es sind die im Lebensstil Jesu auf vollkommene Weise vorgelebten Haltungen
Glaube, Hoffnung und Liebe (1 Kor 13,3).
1. Wahrhaftigkeit schafft Vertrauen ‑ ohne
Vertrauen keine Gemeinschaft
Wahrhaftigkeit resultiert aus der Fähigkeit der
Kontaktnahme und des In‑Kontakt‑Seins mit sich selbst. Durch sie
gelingt es in hohem Maß, wesentliche Anteile seiner selbst, vor allem
Problematisches und Konflikthaftes, Angstbesetztes und Tabuisiertes, nicht von
sich abzuspalten, zu ignorieren oder
zu verdrängen, sondern Zugang zu seinen dunklen Seiten zu gewinnen und bei
allem, was sich im Erlebensfluß einstellt, zu verweilen.
Somit bedeutet Wahrhaftigkeit kommunikative
Aufrichtigkeit, die dem Partner zeigt, wer man wirklich ist, so daß er einen
wahr‑nehmen, einen er‑kennen kann. Radikale Transparenz im Sein und
Sich‑Mitteilen findet man bei Jesus, dem Heiler: er weint in aller
Öffentlichkeit (Joh 11,35), gerät in Ärger und Wut (Lk 8,33), äußert auch
Verzweiflung und Mutlosigkeit (Mk 14,33), doch vor allem Sympathie und Liebe
(Mk 10,21). Seine bestechende Offenheit läd zur Nachahmung ein, denn durch sie
finden Menschen zu ihrer Identität, zur Mitte ihrer Person, zu höchstmöglicher
Intimität.
2. Verläßlichkeit
macht Hoffnung ‑ ohne Hoffnung keine Zukunft
Grundsehnsucht eines jeden Menschen ist die nach
bleibender Erfüllung in einer letztgültigen Vollendung, im Heil (Röm 8,24).
Seine Grundformen von Angst drängen nach Anxiolyse in verläßlicher
Gemeinschaft. Jesu Reaktion auf die Jünger im Seesturm:"Was habt ihr
Angst, ich bin doch bei euch" ist auch eine Verheißung für Eheleute und
Familien, die 'in einem Boot sitzen'. Sie können den Mut haben, den anderen als
unvollkommenen Menschen gelten zu lassen und ihn so mit seinen Schwächen,
destruktiven Gefühlen, Depressionen, Anklagen und Ideologien ehrlichen Herzens
anzunehmen, ihn als individuelle Person mit einmaligem Lebensentwurf und
Lebensweg anzuerkennen ‑ bis zu der Konsequenz, daß ich auch als Partner
davon Abstand nehme, ihn zu bevormunden, zu vereinnahmen oder ihm mein
Lebenskonzept aufzuzwingen; vielmehr bringe ich ihm Vertrauen in seinen noch
unentdeckten Möglichkeiten und Kräften entgegen ‑ ein Vertrauen, das sich
in allen Suchphasen der Partnerschaft treu durchhält und darauf bauen läßt, daß
jeder selbst den ihm gemäßen, eigenen Weg finden und gehen kann.
3. Verbindlichkeit stärkt Liebe ‑ ohne Liebe kein Leben
Die Bewältigungsaufgaben des Lebens verweisen den
Menschen immer wieder auf die Notwendigkeit tragfähiger Beziehungen, in denen
Fürsorge ein Qualitätsmerkmal[26]
ist, weil mit dem Herzen gesehen wird, was der andere braucht (Joh 2,24).
Dieses riskante Miteinandergehen durch dick und dünn, das starken Selbststand
erfordert, weil auch Übertragungen und Widerstände des Gegenübers auszuhalten
sind, dieses "allen alles" werden (1 Kor 9,19‑23) ist die
Theophanie der heilenden Praxis Gottes.[27]
Sie steht auch Modell für die Option einer lebenslang mitgehenden Ehe‑
und Familienpastoral, bestehend aus den Elementen familienzyklusorientierte
Bildungsarbeit, erfahrungsgebundene Beziehungsarbeit und situationsbezogene
Bewältigungsarbeit.
III. Optionen für eine mitgehende Seelsorge
1. Familienzyklusorientierte Bildungsarbeit
Unter Familienexperten herrscht die "Auffassung, daß
die Gesellschaft einer grundlegenden Umorientierung zu mehr
Familienfreundlichkeit bedarf. In unserer freiheitlichen Gesellschaft kann
allerdings eine solche grundlegende Umorientierung nicht angeordnet werden,
sondern erfordert einen breiten Konsens aller gesellschaftlichen Kräfte".[28]
Im Rahmen der Kirche als elementarer gesellschaftlicher Kraft verfolgen
zahlreiche Einrichtungen und Aktionen dieses Anliegen. Es geht ihnen um Sinn
und Zweck, Stellung und Bedeutung von Ehe und Familie prinzipiell bis hin zur
immer neuen Bewußtmachung dessen, was sich im Alltag des einzelnen vor,
während, neben, anstatt und nach ehelichen und familiären Beziehungen ereignet
bzw. ereignen sollte. Dabei hat sich gezeigt, daß in einer Zeit zunehmender
Lebenserwartung und damit auch Ehedauer, sowie unter den bereits beschriebenen
externen Einflüssen nur noch eine mitgehende Ehe‑ und Familienpastoral
verantwortbar ist, die den gesamten Familienzyklus und dessen physiologischen
wie akzidentellen Entwicklungskrisen mental wie psycho‑spirituell und
gegebenenfalls supportiv begleitet.
Auch die benachbarten Human‑, Geistes‑ und
Gesellschaftswissenschaften stimmen in der hohen Bedeutung der Familie für den
einzelnen wie das Sozialwesen überein:
‑ Von psychologischer
Seite wird bekräftigt, daß die gesunde Familie ihre Mitglieder in nicht zu
unterschätzender Weise für das Leben draußen stabilisiert: z. B. indem sie den
Kindern Wissen, Verhaltensnormen und Einstellungen mitgibt, ihr Selbstvertrauen
stärkt und im Bedarfsfall Hilfe bereithält.[29]
‑ Die pädagogische
Forschung bescheinigt der Familie für das Gelingen von Lern‑, Leistungs‑
und Entwicklungsprozessen ungleich größeres Gewicht als den übrigen
Erziehungseinrichtungen.[30]
‑ Für die Politik
ist die Familie gleichsam "das Muster für das Leben der Menschen in der
Gesellschaft", der "Ort individueller Geborgenheit und Entfaltung
der Persönlichkeit", der "Bereich, in dem Gleichberechtigung und
Partnerschaft erfahren werden", in welchem "mit der Akzeptanz der
Persönlichkeit auch Toleranz, Rücksichtnahme, Opferbereitschaft und
Mitverantwortung möglich werden".[31]
Wenn derartige Commitments trotz aller Ernüchterung durch
die empirische Erfahrung die geistigen Rahmenbedingungen bilden, wenn vor
allem Liebe (und weniger Vernunftgründe) als Basisbedingung für die eheliche
Beziehung gelten, wenn rundum optimale Chancen für die Kinder gefordert werden
(deren Zahl auch deshalb gering gehalten wird), wenn Familienleben sich auf
wenige Gemeinsamkeiten zentriert bei ansonsten hoher Dichte von
Außerhauskontakten, wenn von der Familie der Ausgleich für außerfamiliäre
Defiziterlebnisse aller Art erwartet wird, wenn die Bejahung von Kindern ein
Akzeptieren "struktureller Rücksichtslosigkeit"[32]
bei gleichzeitiger Annahme der Herausforderung bedeutet, die Fähigkeiten und
Anlagen des Kindes, insbesondere seine Eigenständigkeit, so gut wie möglich zu
fördern ‑ dann bedarf die Institution Ehe und Familie in der
Öffentlichkeit eine bewußtseinsbildende Lobby für ihre Belange und bei den
Eheleuten und Eltern selbst eine ebenso identitätsfördernde wie
orientierunggebende Reflexion zumindest der folgenden sensibelsten Punkte ihres
Entwicklungsprozesses: Prüfung der anthropologischen und psychologischen
Motivation der Partnerschaft, Beleuchtung der Motivation zur Eheschließung und
die in ihr vorherrschenden Einstellungen und Lebensorientierungen, Kognitionen
im Zusammenhang mit dem Entschluß der Realisierung und Auswirkungen von
Familienplanung, verantwortlicher Elternschaft, gegebenenfalls
Pränataldiagnostik, gegebenenfalls assistierter Reproduktion, der Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, dem Ethos nichtehelicher Lebensgemeinschaften usw. Unbestritten
ist, daß angesichts der heute gut und gerne ein halbes Jahrhundert andauernden
Eheverläufe solches Nachdenken longitudinal‑begleitend angelegt sein muß,
damit die physiologischerweise anstehenden Fragen möglichst auftretenskongruent
thematisiert werden und nur in Sonderfällen präventiv oder gar nachbereitend.
2. Erfahrungsgebundene Beziehungsarbeit
Während die Funktion der Familie als Ort der
wirtschaftlichen Absicherung weiter an Bedeutung verliert, "wird ihre
Bedeutung für die emotionale Geborgenheit der einzelnen steigen", was
"zu einer weiteren Überforderung der Familie führen kann, wenn sie nicht
durch die Gesellschaft gestützt und gefördert wird"[33].
Der Stellenwert familialer Leistungen für die Ausbildung einer Kultur des
Zusammenlebens wird heute mit dem Begriff "Humanvermögen"
apostrophiert. Er bezeichnet die Gesamtheit der Kompetenzen aller Mitglieder
einer Gesellschaft wie auch das Handlungspotential des einzelnen. Als
bevorzugter Ort der Entstehung und Erhaltung von Humanvermögen wird die Familie
angesehen: "Während die Schulbildung vor allem spezifisches Wissen und
berufsbezogene Fähigkeiten vermittelt, bildet und sichert die Familie die
emotionalen und moralischen Grundlagen. Die dabei in der Familie erworbenen
Fähigkeiten sind mitentscheidend für Erfolg oder Mißerfolg im Leben ... Lern‑
und Leistungsbereitschaft, Arbeitsmotivation und Zuverlässigkeit, Bereitschaft
zu Teamarbeit und Eigenverantwortung werden wesentlich in der Familie vermittelt."[34]
Es steht außer Frage, daß im Ensemble pluraler
Wertorientierung gerade auch aus dem Fundus christlichen Glaubens und
Lebenswissens gestaltete familiäre Beziehungen richtungsweisende psycho‑
und sozialhygienische Zeichen zu setzen vermögen. Familienpastoral wird daher
neben familienzyklusorientierter Bildungsarbeit auch aufmerksam die im
konkreten Alltag gemachten Beziehungserfahrungen reflektieren und spirituell
vertiefen. Konkret: Sie wird die anthropologischen wie theologischen
Basisbedingungen interpersoneller Liebe in der erlebten Wirklichkeit anschauen
und optimieren, das Bewußtsein für die Dynamik gelingender und gestörter
Partnerbeziehungen schärfen, die polyvalenten Sinngehalte von Sexualität im
Umgang mit sich und anderen erschließen, die physiologischen Ablösungsprozesse
als Reifungskrisen zu begreifen lernen[35],
neben aller Paar‑ und Familienzentriertheit aber auch den Blick auf jene
richten, die allein (geblieben), konfessionsverschieden oder wiederverheiratet
sind, Verlust und Enttäuschung erfahren haben und auf Integration und
Rehabilitation in der christlichen Gemeinde bauen. Beziehungen leben ja aus
allgemein menschlichen Grundsehnsüchten, lebensgeschichtlich bestimmten
psychischen Kräften und situationsaffinen Motiven. Doch ist das Zusammenwirken
dieser Beweggründe weithin unbewußt. Sind sie miteinander vereinbar, können
sie eine solide Basis für jahrzehntelange Harmonie abgeben. Sind sie dagegen
unausgewogen, unerfüllbar oder widersprüchlich, belasten sie die Beziehung
früher oder später.[36]
Im Konfliktfall wird es nur dann echte Versöhnung geben, wenn in der
praktischen Problemlage der Partner der wahre Grund ihrer Leiden verständlich
wird: Fehlt es an Offenheit, Anerkennung, Verständnis? Bleiben vitale
Bedürfnisse auf der Strecke? Erweisen sich Ziele als verfehlt oder zu hoch?
Wurden Fehler gemacht, wurden wesentliche Erwartungen enttäuscht? Sind Glaube,
Hoffnung, Liebe Begriffe, die nichts be‑wirken? Daß bei solchen Fragen
zunehmend die Hilfe von Fachleuten der Ehe‑ und Familienberatungsstellen
in Anspruch genommen wird, zeigt den gestiegenen Leidensdruck, aber auch die
Ernsthaftigkeit in den Beziehungen.
3. Situationsbezogene Bewältigungsarbeit
"Wenn Hilfe erforderlich ist, wird sie immer noch am
zuverlässigsten aus dem Verwandtenkreis erbracht".[37]
Es kommt daher darauf an, daß die Beziehungen in den Familien und zwischen den
Generationen lebendig bleiben. Hierbei spielen Kinder eine entscheidende Rolle:
"Wer mit Kindern zusammenlebt, weist in der Regel andere Werthaltungen
auf als Kinderlose ...; bei Menschen mit Kindern stehen traditionelle und
altruistische Werthaltungen im Vordergrund, während bei den Kinderlosen
Mobilität und Karriere von Bedeutung sind".[38]
Hilfehandeln in der Familie ist bei aller
sozialhygienischen Notwendigkeit und individueller Bereitschaft hierzu nur in
soweit zielführend, als die Basiskompetenzen der einzelnen Familienmitglieder
dafür gegeben sind. Familienpastoral wird daher altruistische Haltungen und
Handlungen nicht nur wecken und stärken, sondern auch vorbereiten und einüben
müssen. Wer hat schon das Repertoire für qualifizierte häusliche Krankenpflege,
für psychologische Lebenshilfe oder für Disputationen über schwer zu
begreifende Glaubensinhalte? Hier müssen kommunikative Grundausstattung und inhaltliche
Grundkenntnisse über anthropologische Zusammenhänge verfügbar sein bzw.
flankierend angeboten werden.
Situationsbezogene Bewältigungsarbeit umfaßt also Hilfe
zur Selbsthilfe mit oder ohne Einbeziehung diakonisch‑caritativer
Strukturen der Ortsgemeinden und kirchlicher Regionen. Speziell geht es um
Einsicht und Nutzbarmachung des Wissens um seelisch gesunde Formen von Bewältigung
schicksalhafter Wiederfahrnisse, um kritisch und ethisch reflektierte
Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung, um Bekanntmachung der
verschiedensten Hilfsdienste, um spirituelle Durchdringung von Leid‑ und
Belastungssituationen. Es geht um den Erwerb adaptiver Copingstrategien[39]
zur Annahme unabwendbarer Auf‑gaben wie z. B. glücklose Schwangerschaft,
ungewollte Kinderlosigkeit, Konfliktschwangerschaft, Störungen der
körperlichen und partnerschaftlichen Sexualität, Verarbeitung von Trennung und
ihrer Folgen, um die besonderen Lebensumstände des älteren Menschen in der
Familie oder die nicht zu vermeidenden Belastungen durch zu pflegende
Angehörige. Hinsichtlich der beziehungsdynamischen Verteilung progressiver und
regressiver Rollen bei der gemeinsamen Schulterung von Anforderungen wird man
sich daran gewöhnen müssen, daß neben der "traditionellen bürgerlichen Kernfamilie"
(Eltern mit Kindern, Mutter zu Hause, Vater arbeitet) mehr und mehr sogenannte
"partnerschaftliche Kernfamilien" zu finden sind, bei denen sich die
Aufgabenteilung nicht nach dem Geschlecht, sondern nach der vereinbarten Funktion
richtet (z. B. geteilter Erziehungsurlaub).
Wenn Eheleute einander zuviel zumuten, überfordern sie
ihre Kräfte. Leicht schwindet dann auch das Vertrauen in die angebotenen Hilfen
von außen, ja selbst in die heilenden Orientierungen Gottes, unter dessen Segen
sie ihre Beziehung einst stellten. Sie resignieren und sehen ihre Erlösung
häufig nur noch in der Trennung. Während der Krise werden dann ‑ in
Ermangelung eines geeigneten Repertoires ‑ oft wenig förderliche
Verhaltensweisen gezeigt, welche die Lage nur verschärfen:[40]
einander anschreien, sich sexuell verweigern, schweigen, abwarten; die
Gewaltbereitschaft nimmt gegen Ende scheiternder Beziehungen um das Vierfache
zu; die Fähigkeit miteinander zu sprechen ist auf dem Tiefstpunkt angekommen.
Als Aussprechpartner dienen dann hauptsächlich Freunde und Freundinnen,
Familienangehörige, Ärzte und Arbeitskollegen, im Rang nach Schwiegereltern für
8% auch der Pfarrer. Als Scheidungsgründe werden nach einer Analyse von 1990
vorwiegend Unehrlichkeit des Partners/der Partnerin und außereheliche
Verhältnisse genannt, auch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung von seiten des
Ehemannes.[41]
Die Scheidungsfolgen für die Partner sind in
wirtschaftlicher Hinsicht bei 50% der Alleinerziehenden eine Reduzierung des
Lebensstandards, damit verbunden ein notgedrungener Anstieg der
Erwerbstätigkeit von Frauen, häufig mit Arbeiten unter ihrer Qualifikation.
Psychisch kommt es bei Frauen und Männern zu Erschütterungen des Bildes von
sich selbst mit Identitätskrisen und oft unvorhergesehenen Belastungen.
Besonders in der akuten Scheidungsphase finden aus Unsicherheit bei der
Umgebung die Betroffenen oft nicht den Beistand, den sie benötigen würden.
Während Frauen stärker unter den wirtschaftlichen Folgen der Trennung leiden,
sind es bei den Männern eher die emotionalen Belastungen durch die gescheiterte
Beziehung. Im Vergleich zu Verwitweten kommt es bei Geschiedenen innerhalb der
folgenden zwei Jahre nach der Trennung zu einer drastischen Zunahme
psychosomatischer und nervlich bedingter Beschwerden.[42]
Bei Kindern sind die Konsequenzen der Scheidung
unterschiedlich. Sie bekommen bei der Trennung ja nicht wie die Erwachsenen die
Chance für einen Neubeginn. Sie reagieren mit Schock, Trauer, Kummer, Angst,
fühlen sich häufig mitschuldig an dem häuslichen Drama und fassen die Trennung
der Eltern als Ablehnung ihrer Person auf. Nur 10% der Kinder fühlen sich nach
der Scheidung erleichtert, dort nämlich, wo sie zuvor offene Gewalt miterlebt
haben. Noch 5 Jahre nach der Scheidung geht es einem Drittel der Kinder
schlecht, langwierige seelische Verarbeitungsfolgen können 10 bis 15 Jahre
nachwirken. Bemerkenswert ist, daß die Mehrheit der geschiedenen Ehepartner von
der zerbrochenen Beziehung eher persönlich enttäuscht zu sein scheint, nicht
von der Ehe als solcher. 56% aller geschiedenen Männer und 53% aller
geschiedenen Frauen heiraten wieder.[43]
Aus seelsorglicher Sicht ist leicht zu erkennen, daß
diejenigen Menschen, mit deren Ehe auch deren Lebensziele, Hoffnungen und
Bedürfnisse unerfüllt bleiben, existentielle Erfahrungen der Art brauchen, wie
sie die christliche Gemeinde in Wort und Werk zu vermitteln berufen ist:
"Solchen Menschen muß die kirchliche Gemeinschaft ganz besondere Fürsorge
zuwenden und ihnen Wertschätzung, Solidarität, Verständnis und konkrete Hilfe
entgegenbringen".[44]
Auch den wiederverheirateten Geschiedenen gilt es glaubhaft zu signalisieren,
daß sie sich nicht als von der Kirche getrennt betrachten müssen. Schließlich
sind "die pastoralen Dienste ... Dienst am Menschen in all dem, was zum
menschlichen Leben gehört. In einer sonst kaum erreichten Ganzheitlichkeit und
Vielseitigkeit wenden sie sich dem Menschen zu in seinen körperlichen,
psychischen, sozialen, geistigen und geistlichen Nöten. Die Weite, wie Jesus
Christus den Menschen diente, in denen er ihnen Heiligung als Zeichen des
anbrechenden Heiles schenkte, und wie er ihre Not in der Wurzel heilte, indem
er ihnen die Versöhnung mit Gott schenkte, soll den pastoralen Dienst bestimmen
und in ihm sichtbar werden".[45]
[1] Welt
am Sonntag Nr. 37 v. 14.9.97, 6.
[2] Alois
Herlth u. a. (Hrsg.): Abschied
von der Normalfamilie? Partnerschaft kontra Elternschaft. Berlin,
1994. L. Hojgaard: Familien ‑
oplösning eller kulturell nyskabelse? In: Charlotte Bloch u. a. (Hrsg.): Hverdagsliv, Kultur og Subjektivitet.
Kopenhagen, 1988. Anne Drescher; Wolfgang
Fach: Lieben für den Staat?
Über das Dilemma konservativer Familienpolitik. In: Zeitschrift für
Soziologie 14 (1985) 5‑12.
[3] Vgl.
Kurt Lüscher: Familienrhetorik,
Familienwirklichkeit und Familienforschung. In: Laszlo A. Vaskovics (Hrsg.): Familienleitbilder
und Familienrealitäten. Opladen: Leske und Budrich, 1997, 50‑67.
[4] Vgl. L'Osservatore Romano Nr. 51/52 v. 19.12.1997, 11 ff.
[5] Vgl.
Klaus A. Schneewind u. a.
(Hrsg.): Optionen der Lebensgestaltung junger Ehen und Kinderwunsch.
Stuttgart: Kohlhammer, 1996 (Verbundstudie im Auftrag des Bundesministeriums
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bd. 128).
[6] Vgl.
Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend: 5. Familienbericht. Bonn, 1995.
[7] Vgl.
Schneewind (s. Anm. 5), 28 ff.
[8] Vgl.
Erklärung des Pastoraltheologischen
Kongresses von Rio de Janeiro: Über die Familie. In: L'Osservatore Romano
Nr. 51/52 v. 19.12.1997, 11.
[9] Vgl.
Paul Maria Zulehner u. a.: Vom
Untertan zum Freiheitskünstler. Wien, 1991, 33.
[10] Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Im
Blickpunkt: Familien heute. Wiesbaden, 1995.
[11] Jürg
Willi: Ko‑Evolution. Die
Kunst gemeinsamen Wachens. Reinbek: Rowohlt, 1985.
[12] Rolf
Zerfaß: Menschliche Seelsorge.
4. Auflage Freiburg: Herder, 1988, 90.
[13] Vgl.
GS 47.
[14] Klaus
A. Schneewind; Lutz von Rosenstiel (Hrsg.): Wandel der
Familie. Göttingen, 1992.
[15] Ralf
Dahrendorf: Das Zerbrechen der
Ligaturen und die der Weltbürgerschaft. In: Ulrich Beck; Elisabeth
Beck-Gernsheim (Hrsg.): Riskante Freiheiten. Frankfurt, 1994.
[16] Ronald
Hitzler; Anne Honer: Bastelexistenz. In: Beck;
Beck-Gernsheim (s. Anm. 15), 307‑315.
[17] Ulrich
Beck; Elisabeth Beck-Gernsheim: Das ganz normale
Chaos der Liebe. Frankfurt, 1990.
[18] Vgl.
Franz‑Xaver Kaufmann: Die
gesellschaftliche Situation der heutigen Familie. In: Albrecht Beckel:
Ehe im Umbruch. Regensburg, 1969.
[19] Heiner
Keupp: Riskante Chancen. Das
Subjekt zwischen Psychokultur und Selbstorganisation. Heidelberg, 1988, 62.
[20] Vgl.
Maria Widl: Christentum und
Esoterik. Graz, 1995.
[21] Paul
M. Zulehner: Kleine
Lebenswelten. 2. Auflage Paderborn: Bonifatius, 1990.
[22] DS
1320; 1606.
[23] Isidor
Baumgartner: Pastoralpsychologie.
Düsseldorf, 1990.
[24] Edward
Schillebeeckx: Christus,
Sakrament der Gottesbegegnung. Mainz, 1960, 10.
[25] Vgl.
Klaus Grawe: Psychotherapie im
Wandel. Göttingen, 1994.
[26] Erich
Fromm: Die Kunst des Liebens.
Frankfurt, 1984.
[27] Vgl.
Baumgartner (s. Anm. 23), 340 ff.
[28] Vgl.
5. Familienbericht (s. Anm. 6), VI.
[29] Vgl.
Heiko Ernst: Das familiäre
Schutzschild. In: Psychologie heute 20 (3/1993) 25.
[30] Vgl.
Wolfgang Tietze: Familienerziehung
und Kleinkindpädagogik. In: Leo Roth
(Hrsg.): Pädagogik. Handbuch für Studium und Praxis. München, 1991, 589‑600.
[31] Vgl.
4. Familienbericht der Bundesregierung 1986, III f.
[32] Vgl.
5. Familienbericht (s. Anm. 6), I ff.
[33] Ebd.,
IX.
[34] Ebd.
[35] Laszlo
A. Vaskovics: Ablösungsprozeß
Jugendliche‑Elternhaus. In: Ders.;
Heike Lipinski (Hrsg.): Familiale
Lebenswelten und Bildungsarbeit (2). Opladen, 1997, 15‑50.
[36] Vgl.
F. Scholz: Gestörte Beziehungen.
Köln, 1990.
[37] Vgl.
5. Familienbericht (s. Anm. 6), VIII.
[38] Ebd.
[39] Vgl.
Lothar Laux; Astrid Schütz: Streßbewältigung und
Wohlbefinden in der Familie / Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.). Stuttgart: Kohlhammer,
1996 (Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend; 108).
[40] Vgl.
Rosemarie Nave-Herz: Familie
heute. Darmstadt, 1994.
[41] Ebd.
[42] Wolfgang
Schulz; Gilbert Norden: Scheidung, Scheidungsfolgen
und Wiederverheiratung. In: Richard Gisser
u. a. (Hrsg.): Lebenswelt Familie. Wien, 1990, 517‑532.
[43] Ulrike
Lehmkuhl: Verarbeitungsstrategien
der Scheidung von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern. In: Ders. (Hrsg.): Familie und
Gesellschaftsstruktur. München; Basel, 1993 (Beiträge zur Individualpsychologie;
20).
[44] Johannes Paul II.: Apostolisches
Schreiben Familiaris consortio 1981 / Sekretariat
der Deutschen Bischofskonferenz (Hrsg.). Bonn, 1981 (Verlautbarungen
des Apostolischen Stuhls; 33).
[45] Gemeinsame Synode der Bistümer in der
Bundesrepublik Deutschland: Pastoraler Dienst als Sinnerfüllung /
Sekretariat der Gemeinsamen
Synode (Hrsg.). Bonn, 1976.